Beschreibung
Der Kinderunfallatlas zeigt für die Stadt Bayreuth eine der höchsten Verunglücktenbelastung und Verunglücktenrate für Kinder (0-14 Jahre) im Fuß- und Radverkehr (2015-2019). Im Vergleich zum vorherigen Erhebungszeitraum (2006-2010) hat die Verunglücktenbelastung bei Kindern insbesondere im Fußverkehr (+53%) stark zugenommen. Daher ist es besonders wichtig, die Verkehrssicherheit von Kindern und Jugendlichen zu stärken. Alle Grundschulen in Bayreuth haben Schulwegepläne für den Fußverkehr. Neun von elf Schulwegeplänen sind allerdings auf dem Stand von 2017 und sind daher zu aktualisieren. Des Weiteren sind Fuß- und Radschulwegepläne für alle weiterführenden Schulen anzulegen. Die Schulwegepläne sind alle 5 Jahre zu aktualisieren. Bei Bedarf sind bauliche Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit vorzunehmen. Offizielle Schulwege sollen einheitlich und pflegeleicht gestaltet werden, etwa mit farblichen Markierungen oder Piktogrammen auf wichtigen Abschnitten wie zwischen Haltestellen und Elterntaxi-Haltepunkten. Bewegungsanimierende Elemente wie kleine Hüpfspiele oder Balancierbalken können die Schulwege für Kinder interessanter werden lassen und einen Anreiz setzen den Schulweg zu Fuß zurückzulegen. Ein weiterer Baustein für sichere Schulwege ist die Einführung eines Walking-Bus-Systems. Auf festen Routen mit Haltestellen werden mehrere Kinder von einem Elternteil auf dem Weg zur Schule begleitet. Darüber hinaus sind für alle Grund- und weiterführenden Schulen Elternhaltestellen einzurichten, um das direkte Schulumfeld sicherer zu gestalten. Zusätzlich kann die Einrichtung von Schulstraßen geprüft werden. Aufgrund der hohen Anzahl an einpendelnden Schulkindern sind die Haltestellenumfelder sowie die Wege zur Schule auf ihre Verkehrssicherheit zu prüfen und ggf. bauliche Anpassungen vorzunehmen. Ziel ist es, neben der Erhöhung der Verkehrssicherheit auf den Schulwegen auch die Bring- und Holverkehre auf den Schulwegen zu reduzieren.