Beschreibung
In Bayreuth gibt es bereits erste Ansätze im Bereich des Mobilitätsmanagements, etwa durch die Teilnahme an Aktionen wie dem Stadtradeln oder der Europäischen Mobilitätswoche. Um das Potenzial nachhaltiger Mobilität besser auszuschöpfen, sollte die Stadtverwaltung Bayreuth eine Doppelrolle einnehmen: Zum einen gilt es, das betriebliche Mobilitätsmanagement innerhalb der Verwaltung im Sinne einer Vorbildfunktion weiterzuentwickeln, zum anderen können externe Institutionen aktiv unterstützt und zur Nachahmung motiviert werden.
Innerhalb der Stadtverwaltung könnten bestehende Maßnahmen – wie die Bereitstellung kostenloser Parkplätze oder die Möglichkeit von Home-Office – durch konkrete Schritte ergänzt werden, etwa durch den Ausbau von Fahrradabstellanlagen (z.B. überdachte Doppelstockparker auf dem Rathausparkplatz), die Einführung von Jobticket und Jobrad, Mobilitätsboni im Rahmen des Gesundheitsmanagements oder die Ausweitung mobiler Arbeitsmodelle. Gleichzeitig kann die Stadtverwaltung als koordinierende Stelle auftreten, um Unternehmen, Behörden und andere Einrichtungen beim Aufbau eigener Mobilitätsstrategien zu begleiten. Hierzu zählen u.a. die Förderung klimafreundlicher Verkehrsmittel für Arbeitswege und Dienstfahrten, die Umgestaltung von Fuhrparks, Mitfahrangebote oder ein intelligentes Parkraummanagement.
Das Thema Mobilitäts- und Verkehrsentwicklung wird auch künftig einen hohen Stellenwert in der Stadtentwicklung und Kommunikation einnehmen. Eine Öffentlichkeitskampagne zur Förderung des Umweltverbundes als Basis einer guten Kommunikationsstrategie wird empfohlen. Hierunter fällt unter anderem die Erstellung von Handlungsleitfäden zur öffentlichen Pressearbeit, einheitliche Designs oder eines Mottos bzw. Slogans. Die Sensibilisierung für den Umweltverbund kann somit die betriebliche Mobilität positiv beeinflussen.