Beschreibung
Die Digitalisierung bietet große Potenziale, um bestehende Mobilitätsangebote nutzerfreundlicher, transparenter und effizienter zu gestalten. Bereits heute existieren in Bayreuth digitale Services, die den Zugang zu Mobilität erleichtern – wie beispielsweise der Mängelmelder oder das Beteiligungstool RADar!. Diese Angebote sollen gezielt weiterentwickelt und sinnvoll miteinander verknüpft werden. Gleichzeitig gilt es, neue digital-basierte Services vor Ort zu etablieren, die das Mobilitätsverhalten nachhaltig positiv beeinflussen. Dazu zählen etwa interaktive Informationsformate oder spielerische Anreize zur Nutzung umweltfreundlicher Verkehrsmittel (Gamification).
Eine wichtige Ergänzung ist die Einführung einer Mobilitätsflatrate. Mit dieser können ÖPNV, Leihräder und Carsharing zu einem monatlichen Fixpreis je nach Fahrtzweck beliebig genutzt werden, was die Flexibilität und Attraktivität nachhaltiger Mobilitätsoptionen erhöht.
Zur Vernetzung von Mobilitätsangeboten kann ein digitales Mobilitätsportal – wie es der VGN bereits anbietet – als zentrales Steuerungselement beitragen. Die Stadt Bayreuth sollte sich dabei aktiv in die Weiterentwicklung durch den VGN einbringen. Es bietet einen Überblick über alle in Bayreuth verfügbaren Mobilitätsangebote, Verkehrsinformationen, Neuigkeiten und Beteiligungsmöglichkeiten. Öffentliche Mobilitätsangebote sollten mit wenigen Klicks buchbar sein, idealerweise durch direkte Integration oder Weiterleitung zu den Anbietern. Weitere Mobilitätsinformationen wie Geschwindigkeitsregelungen, Parkmöglichkeiten, E-Ladestationen und Baustelleninformationen können in Echt-Zeit ebenfalls hinzugefügt werden.
Es ist zu prüfen, ob eine Integration in die bestehende Bayreuth-App sinnvoll ist oder ob eine eigene App entwickelt werden sollte, was jedoch höhere Investitionen und Betriebskosten verursachen würde. Eine zentrale Lösung erhöht die Nutzerfreundlichkeit und Akzeptanz der Bürgerinnen und Bürger.