Beschreibung
Die Ausweisung von Parkplätzen für Sonderfahrzeuge ist ein integraler Bestandteil einer zukunftsorientierten Stadtplanung. Ziel ist die Förderung von Nachhaltigkeit und Inklusion.
Die Etablierung von Carsharing ist eine wichtige Maßnahme, um die Abhängigkeit vom privaten Pkw zu verringern und ermöglicht es, das eigene Auto abzuschaffen. In Bayreuth gibt es derzeit zwei Anbieter mit neun Fahrzeugen an sechs Standorten, welche sich im Bayreuther Stadtgebiet verteilen. Das Angebot erfolgt privatwirtschaftlich, Kommunen können jedoch Anreize setzen, beispielsweise durch die Ausweisung von Carsharing-Parkplätzen oder die Vermittlung und Aktivierung von Ankermietern (Stadtverwaltung selbst, große Unternehmen). Potenziale des Carsharings können auch insbesondere im Zusammenhang mit größeren Wohnungsbauvorhaben oder Siedlungsprojekten betrachtet werden. Gemeinsam mit Wohnungsbaugesellschaften (z.B. GBW Bayreuth, GEWOG) können Carsharingangebote für Mieterinnen und Mieter angeboten werden.
Ein weiterer Schwerpunkt ist der Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge. Aktuell gibt es in Bayreuth über 120 öffentliche und halböffentliche Ladepunkte, überwiegend beträgt die Ladeleistung (an 83 Ladestellen) 22 kW. Diese befinden sich zum größten Teil im zentralen Stadtgebiet, nur vereinzelt gibt es Ladepunkte in Wohngebieten. Strategisch platzierte Parkplätze mit Ladesäulen in Wohngebieten, an Arbeitsplätzen und öffentlichen Einrichtungen erhöhen die Akzeptanz von Elektroautos. Auch die Bereitstellung von Elektro-Carsharing-Fahrzeugen ist wichtig, um die Nutzung dieser Ladeinfrastruktur zu unterstützen.
Des Weiteren sollte die Norm DIN 18040-3 zur Bereitstellung von Behindertenparkplätzen (3% der Gesamtparkplätze) berücksichtigt werden, um die Mobilität und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen zu gewährleisten.