Beschreibung
Die Verknüpfung von Verkehrsmitteln ist insbesondere in Städten und Regionen mit starken Pendlerverflechtungen ein bedeutendes Thema. Mehr und mehr Menschen sind in ihrer alltäglichen Mobilität multi- bzw. intermodal (unterschiedliche Verkehrsmittel im Wochenverlauf bzw. auf einem Weg) unterwegs. Diesen Trend kann die Mobilitätsplanung unterstützen, indem Mobilstationen im Stadtgebiet errichtet werden, an denen verschiedene Mobilitätsangebote gebündelt sind. Durch die attraktive und einladende Gestaltung der Schnittstellen zwischen den verschiedenen Verkehrsarten des Umweltverbunds gewinnt dieser insgesamt und der ÖPNV im speziellen an Bedeutung.
Aktuell gibt es noch keine als solche bezeichnete Mobilstationen im Bayreuther Stadtgebiet, wenngleich am Hauptbahnhof und an der ZOH verschiedene Verkehrsangebote vorhanden sind und ein Wechsel zwischen Verkehrsarten auf engem Raum damit dort auch schon heute möglich ist. Ein stadtweites Netz solcher Mobilstationen an den Bahnhaltepunkten, wichtigen Haltestellen und in den Wohnquartieren ist ein wichtiger Baustein für eine nahtlose Mobilität auch ohne eigenen Pkw. Je nach Lage und Anforderungen sollten für die Mobilstationen unterschiedliche Ausstattungen vorgesehen (z.B. S, M, L, XL) und Umfänge berücksichtigt werden.
Mobilstationen bzw. Mobilpunkte sollten sich im Regelfall aus folgenden Bestandteilen zusammensetzen, die jedoch nicht immer alle zwingend vorhanden sein müssen: Carsharing-Angebot, Lastenradsharing-Angebot, Bikesharing-Angebot, Abstellmöglichkeiten für Fahrräder, Lastenräder, E-Roller und E-Scooter, ÖPNV-Zugang, ggf. weitere Service- und Mobilitätsangebote (z.B. Taxistand, Paketstation). Daher sind zunächst Orte für Mobilstationen zu identifizieren und anschließend zu priorisieren. Wichtig für die Umsetzung ist, dass die Bündelung der Mobilitätsangebote an einem Standort auch kenntlich gemacht wird, z.B. durch eine Abgrenzung der Fläche oder durch ein auffälliges Corporate Design, das für Wiedererkennung sorgt.