Beschreibung
Die objektive und subjektive Sicherheit spielen bei der Nutzung des Fahrrads als Verkehrsmittel eine große Rolle. Das Sicherheitsgefühl in Bayreuth wird beim ADFC-Fahrradklima-Test mit der Schulnote 4,2 bewertet, der Durchschnitt in der Ortsgruppengröße 50.000-100.000 Einwohnende beträgt 4,3.
Das Sicherheitsgefühl in Bocholt wurde in dieser Stadtgrößen-Kategorie mit 2,7 am besten bewertet. In Tübingen, der Gewinnerstadt dieser Ortsgruppengröße, die eine Gesamtnote von 2,8 erzielte, wurde das Sicherheitsgefühl mit 3,0 bewertet. Der Unfallatlas zeigt, dass auf dem Fahrrad-Cityring im Vergleich zum Inneren Ring, welcher überwiegend auf Kfz-unabhängigen Wegen geführt wird, viele Unfälle stattfanden.
Entlang der Hauptrouten, die das Zentrum mit den äußeren Stadtteilen verbinden, konzentrieren sich viele der Unfälle auf die Knotenpunkte.
Diese sind zu prüfen und ggf. ist auch baulich Abhilfe zu schaffen. Straßen, in denen Tempo 50 oder mehr angeordnet ist und die keine regelkonforme, d.h. anforderungsgerechte und sichere Radverkehrsinfrastruktur aufweisen, sind zu Gunsten des Radverkehrs neuaufzuteilen.
Aufgrund des höheren Schwerlastverkehrsanteils in Gewerbe- und Industriegebieten ist eine sichere Radverkehrsführung dort besonders wichtig. Unfälle reihen sich zum Beispiel in der Weiherstraße im Gewerbegebiet St. Georgen West. Dort könnten die Radwege an Kreuzungen sowie Ein- & Ausfahrten rot markiert werden.
Des Weiteren sind die Radverkehrsführungen an Ortseingängen und die Überleitungen des Radverkehrs in eine andere Führungsform, wie z.B. in der LudwigThoma-Straße im Einmündungsbereich Pottensteiner Straße oder der Kreuzung Meyernberger Straße/Neckarstraße, auf ihre Sicherheit zu prüfen und bei Bedarf anzupassen. Am Knotenpunkt Dr.-Würzburger Straße/Thurnauer Weg wurde beispielsweise die Übergangsstelle vom Gehweg auf die Fahrbahn vom KfzVerkehr getrennt.