Beschreibung
Die Bestandsanalyse zeigt, dass die Bayreuther Gewerbegebiete gut an das überregionale Straßennetz angebunden sind. Allerdings ist der Schwerlastverkehr insbesondere hinsichtlich der Verkehrssicherheit kritisch zu betrachten, da er häufig auf Straßen verkehrt, auf denen der Radverkehr im Mischverkehr auf der Fahrbahn geführt wird. Der Lieferverkehr in der historischen Altstadt außerhalb der Sperrzeit (zw. 17 und 10 Uhr) kann zudem potenziell als störend wahrgenommen werden.
Ziel ist die Erarbeitung eines Zukunftsprogramms für die urbane Logistik in Bayreuth. Hierbei wird eine nachhaltige und verträgliche Ver- und Entsorgung der historischen Altstadt, einzelnen Wohngebieten und auch in den innenstadtnahen und verdichteten Wohnquartieren anvisiert. Während in Gewerbegebieten und Einzelhandelsbereichen vor allem Unternehmen als Empfänger auftreten (B2B) sind dies in Wohngebieten vor allem Privatkundinnen (B2C). Neben Speditionen, welche vor allem den Einzelhandel und größere Unternehmen beliefern, steigt der Anteil der KEP-Dienstleister am Verkehrsgeschehen stark an. Ladezonen sind bereits am Rand der Fußgängerzone in der Innenstadt gekennzeichnet. Durch das steigende Paketaufkommen, insbesondere durch den Online-Handel, entstehen in engen Straßenräumen häufig Konflikte, da Fahrzeuge der diversen Logistikdienstleister keine legale Möglichkeit zum Halten finden und daher in zweiter Reihe halten. Störungen im Verkehrsfluss sowie sicherheitsrelevante Einschränkungen der Sicht sind die Folge. Gekennzeichnete Ladezonen sowie Paketstationen in Wohngebieten sind ein Lösungsansatz für eine effiziente und damit ressourcenschonende Auslieferung.
Das Schwerlastverkehrsleitsystem stellt sicher, dass Lastwagen und andere große Fahrzeuge bevorzugt auf geeignete, breitere Straßen geleitet werden. Dies reduziert nicht nur den Verkehr auf den anderen Straßenzügen, sondern trägt auch maßgeblich zur Sicherheit und zum Komfort von Radfahrern bei. Das Konzept verbessert die Effizienz des Gütertransports und stellt sicher, dass die Infrastruktur optimal genutzt wird, ohne dass die Bedürfnisse der anderen Verkehrsteilnehmer vernachlässigt werden.