Mit der Treibhausgas- und Endenergiebilanz wird der Ist-Zustand der Energieverbräuche und der Treibhausgasausstöße im Stadtgebiet dargestellt. Dazu zählen u.a. Strom- und Wärmeenergie in privaten und kommunalen Gebäuden, im Gewerbe- und Dienstleistungsbereich, bei Großverbrauchern (wie Industrie, Krankenhaus oder Universität), und im motorisierten Verkehr in der Stadt, inklusive Pendlerverkehr und ÖPNV. Um möglichst genaue Zahlen zu bekommen, werden primär lokale und regionale Daten ausgewertet. Im interaktiven Treibhausgas-Monitor von Bayreuth können die Treibhausgase bezogen auf Strom, Wärme und Verkehr und die entgegenwirkenden Senken genau unter die Lupe genommen werden.
Der Bericht für die neuste Bilanzierung für die Jahre 2020 -2023 und die Bilanzierung für die Jahre 1990, 2010 und 2019 unter Energiebilanz Bayreuth (2022) enthalten zudem weitere Informationen zu den Endenergiewerten und den Verursachersektoren. Diese werden nach und nach auch in den Treibhausgas-Monitor eingepflegt werden.
Warum nehmen die Treibhausgas-Kurve nicht kontinuierlich ab, vor allem bei den Wärmeemissionen?
Ein großer Anteil an den Treibhausgasemissionen geht auf Wärmeversorgung (fast 50%) zurück. Da es kältere und wärmere Winter gibt, ist der Energiebedarf für Wärme witterungsabhängig unterschiedlich. Daher kann der Wärmeenergiebedarf in sehr kalten Wintern höher sein als in milden, obwohl mehr erneuerbare Energien zum Einsatz kamen.
Hinweis zu den CO2-Äquivalenten:
In der Bilanzierungsmethode BISKO werden standadisierte CO2-Emissionsfaktoren genutzt, die die energiebezogenen Vorketten der einzelnen Energieträger sowie neben den reinen CO2-Emissionen weitere Treibhausgase, unter anderem N2O und CH4, in CO2- Äquivalenten berücksichtigt (ifeu 2014). Die Emissionsfaktoren für 2024 werden ggf. noch nachgebessert.