Beschreibung
Die südliche Hälfte des Jean-Paul-Platzes wurde im Rahmen der Sanierung des Friedrichsforum neu gestaltet. Zu Grunde lagen strikte Vorgaben des Denkmalschutzes, die barocke Struktur des Platzes beizubehalten. Eigentlich würde das auch bedeuten, dass der Platz baumfrei hätte bleiben sollen. Wegen der zunehmenden Hitzebelastung der Innenstadt wurde hiervon aber in historisch akzeptabler Art abgewichen und ein schattiger Aufenthaltsort geschaffen. Die acht kubisch geschnittenen Platanen deren Kronen in Zukunft ähnlich denen am Stadtparkett und den Linden vor dem neuen Schloss einen fast geschlossenen Blätterdachkranz um den Springbrunnen schließen werden, werden über den Dachablauf des Friedrichsforums gewässert. Dazu dient eine große unterirdische Zisterne in Kombination mit einem technisch ausgeklügelten Rigolensystem, so dass alle Bäume gleichermaßen wasserversorgt sind. Das Wasserelement dient für zusätzliche Abkühlung und lädt Groß und Klein zum Durchlaufen ein. Die Bänke stehen im Schattenbereich.
Annegret Läkamp erklärt in diesem Video, welche Entscheidungen hinter der Gestaltung standen und was zum klimaangepassten Aufenthaltsort beiträgt.
Die Universität Bayreuth begleitet das Projekt mit einem unterirdisch verbauten Messsystem, um die Kühlleistung der Bäume und des Wasserspiels in Abhängigkeit von der Bodenfeuchte und den meteorologischen Bedingungen mittelfristig beziffern zu können.
