Beschreibung
Maßnahmenbeschreibung aus dem Klimaschutzkonzept von 2022:
Die Landwirtschaft ist durch Emissionen von CO2, Methan und Lachgas Mitverursacher des Klimawandels. Durch geeignete Bewirtschaftungsformen können Landwirtinnen und Landwirte den Humusaufbau ihres Bodens und damit die Senkenfunktion verbessern und einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Dabei ist vor allem die Verringerung mechanischer Eingriffe hilfreich, wie es insbesondere bei Dauerkulturen der Fall ist (z.B. Wechsel von Mais zu Silphie), aber auch bei annuellen Kulturen durch bodenschonende Bewirtschaftung, Zwischen- oder Untersaaten oder Verringerung der Reihenabstände kann Kohlenstoff sequestriert werden.
Durch Beratung und Informationsbereitstellung (Tool-Kit) können die Landwirte individuell entscheiden, wie sie ihren Humusaufbau erreichen. Durch gezielte regenerative Praktiken kann dabei CO₂ reduziert und dauerhaft im Boden gebunden. Die Kohlenstoffbindung- und Reduktion bildet die Grundlage für CO2-Zertifikate.
Zertifikate werden für eine bestimmte Summe pro Tonne CO2 pro Hektar und Jahr verkauft, beispielsweise an Unternehmen der Region, wodurch der entstandene Mehraufwand für die Landwirte refinanziert wird. Im Idealfall können Abnehmer der Landwirte gleichzeitig Kompensationszertifikate erstehen. Die Stadt könnte neben der Bewerbung solcher Modelle auch Kompensationszertifikate kaufen.