Beschreibung
Maßnahmenbeschreibung aus dem Klimaschutzkonzept von 2022:
Auch in der Region Bayreuth werden jährlich große Mengen an Lebensmitteln weggeworfen. Die Menge ließe sich aus den bundesweiten Zahlen auf rund 26.400 t pro Jahr herunterbrechen. Daher wollen Stadt und Landkreis Bayreuth unter dem Gesichtspunkt des großen Einsparpotenzials von THG-Emissionen bei vermiedenen Lebensmittelabfällen, eine kommunale Initiative starten. Im Rahmen dieser soll der Wissenstransfer im Bereich der Lebensmittelverschwendung auf regionaler Ebene ausgebaut und entsprechende Bildungs- und Beratungsangebote für die beiden Zielgruppen „Anbieter von Außer-Haus-Gastronomie“ und „private Haushalte“ sowie die Vernetzung mit den vor- und nachgeschalteten Lebensmittelversorgungsstufen ausgebaut und optimiert werden. Hierbei ist eine enge Verzahnung und Absprache mit lokalen Akteuren, die gleiche oder ähnliche Ziele verfolgen (z.B. Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Bayreuth und Arbeitsgruppe „Foodwaste“ des Ernährungsrates Oberfranken, Cluster Ernährung am Kompetenzzentrum für Ernährung in Kulmbach), angestrebt, um Doppelangebote zu vermeiden und Synergien zu nutzen.
Umsetzung:
Neben einer Vielzahl von Workshops, Vorträgen und kleinen Projekten (s.u.) konnten mit Hilfe der Förderung durch das StMWi professionelle Abfallvermeidungs-Coachings angeboten werden. Zwei Seniorenheime und mehrere Kitas aus Stadt- und Landkreis Bayreuth haben ein Coaching erhalten, ihre Lebensmittelabfälle zu reduzieren. Dabei konnten die Seniorenheime bis zu 46% und die Kitas bis zu 25% der Lebensmittelabfälle einsparen. Im Rahmen der neuen FÖRLA-Phase 2025-2027 sollen weitere Einrichtungsarten in den Blick genommen werden. Stand Mai 2026: Sowohl die KSB in Pegnitz als auch das Klinikum Bayreuth beteiligen sich am Projekt gegen Lebensmittelabfälle.
