Beschreibung
Maßnahmenbeschreibung aus dem Klimaschutzkonzept von 2022:
Das grundsätzliche Ziel einer Baulandstrategie ist eine „aktive Bodenpolitik“ durch die Stadt, d.h. in diesem Zusammenhang, sie erwirbt Flächen (inkl. Baulücken), schafft Baurecht für diese und erschließt sie entsprechend ökologischer, sozialer, stadtplanerischer und ökonomischer Ziele, bzw. verkauft sie mit Auflagen an die Bauinteressierten. So erhält die Stadt einen größeren kommunalen Steuerungseinfluss bei der Wohn- und Gewerbebaulandentwicklung. Dies soll zum einen bezahlbaren Wohnraum schaffen und zum anderen erlangt die Stadt durch den Besitz von Flächen bessere rechtliche Möglichkeiten, Einfluss auf eine klimafreundliche und klimaangepasste Bauweise, Nutzung und Erzeugung erneuerbarer Energie, Versiegelung sowie Mobilitätsinfrastruktur zu nehmen. Im Rahmen der normalen Bauleitplanung kann die Kommune nur sehr begrenzt Klimaschutzbelange geltend machen. Anders ist die Situation bei Verkauf eigener Grundstücke oder Wettbewerbsauslobung auf stadteigenen Grundstücken. Hier sind städtebauliche und privatwirtschaftliche Verträge mit beispielsweise kompakte Bauweise, Präferenzvergabe für Passivhäuser, prozentuale Einsparungen gegenüber GEG, verpflichtende Energieberatung oder solare Nutzung und Verschattung möglich. Es soll geprüft werden ob eine Baulandstrategie für Bayreuth sinnvoll ist.